Episode #36: Liebeskummer loslassen

Diese Episode hat wertvolle Anregungen für unglücklich Liebende, Sie ist aber auch schön und wohltuend auch für alle anderen Menschen, die mehr Glück und Leichtigkeit in ihr Leben bringen möchten

Du erfährst:

  • Warum es so schwer fällt, eine Liebe ziehen zu lassen.
  • Durch welche Phasen wir beim Liebeskummer gehen.
  • Wieso diese Zeit uns bei der Stärkung der Persönlichkeit hilft.
  • Wie es zu Rosenkriegen kommen kann.
  • Auf welche Weise das Gesetz der Anziehung in der Liebe funktioniert.
  • Und: warum du den schwarzen Wolf nicht füttern solltest.

Am Ende dieser Episode hast du Ideen, wie du dich Schritt für Schritt vom Liebeskummer lösen kannst. Und du hast einen schöne Inspiration für das nächste Wochenende.

Es geht nicht nur um die Liebe

Das Bedürfnis, zu lieben und geliebt zu werden, ist eins der zentralen Themen im menschlichen Leben. Wir suchen Erfüllung in der Liebe und entsprechend suchen wir unser Glück in einer Partnerschaft.

Doch was ist, wenn die Partnerschaft endet – und du nicht bereit dazu bist?

Das Ende einer Beziehung ist ja immer schmerzhaft, selbst wenn sich beide einig sind, dass es vorbei ist. Ein Lebensabschnitt, der voller Hoffnung begonnen wurde, ist zu Ende. Das tut weh. Und es ist gar nicht so einfach, die Liebe wieder loszulassen.

Es geht aber nicht nur um Liebe. Es geht auch um Angst. Die Angst vor dem Alleinsein. Und vor allem: Die Angst, nicht liebenswert zu sein.

Viele von uns haben es nicht gelernt, sich selbst positiv und freundlich wahrzunehmen. Sich selbst lieb zu haben. Stattdessen wurde uns antrainiert, im Außen nach der Liebe zu suchen.

Also: Um uns selbst zu mögen, sollen uns andere mögen. Wir leben von der Anerkennung der anderen. Oder, um es etwas krasser zu formulieren: Wir hängen am Tropf ihrer Liebe.

Konditionierung entsteht in der Kindheit

Das ist das Geheimnis der sogenannten Konditionierung. Kennst du das?

Du lernst im Laufe des Lebens, welche Verhaltensweisen dazu führen, dass andere dich mögen. Also schaffst du dir mehr davon drauf. Und vergisst dabei, wer DU bist.

Das Ganze ist kein geplanter Prozess, sondern läuft im Laufe deiner Kindheit unbewusst ab. Und du speicherst Sachen ab: „Gut für mich.“ Oder: „Nicht gut für mich.“ Abhängig von den Reaktionen deiner Umwelt.

Wenn du den Partner brauchst, um dich liebenswert zu fühlen, dann passiert im Rahmen einer Trennung der absolute Super-GAU: Du stehst plötzlich ohne Liebe da. Oder zumindest ohne das, was du für Liebe hältst.

Was passiert jetzt? Im besten Fall lässt du die Sache los. Das geht nicht ohne Schmerzen und braucht seine Zeit, aber eines Tages wachst du auf auf - und du bist frei.

Phasen der Trennung

Jede Art von Veränderung und dazu gehört auch die Trennung folgt einer bestimmten Abfolge.

Da ist als erstes die Phase des Nicht-Wahrhaben-Wollens. Man schließt quasi die Augen für die neue Situation. Einfach, weil man sich wünscht, dass alles wieder wie immer sein soll. Der Verstand liefert die passenden Erklärungen zu diesem Wunsch: Das ist gar nicht wahr. Das ist ein Irrtum. Das kommt schon wieder in Ordnung.

Das ist die Phase, wo man versucht, den anderen zurück zu gewinnen.

Mit der Zeit sickert es dann durch: Hier verändert sich was - und ich bin davon betroffen. Ich bin immer noch in der Trennung. Sätze wie: „Das geht vorbei, und dann ist alles wieder beim Alten.“ oder: „Ich kriege meinen Partner zurück“ müssen überarbeitet werden. Man kommt in Phase 2. Idealerweise. Leider gibt es auch Menschen, die in der Leugnung stecken bleiben. Beharrlich, und im schlimmsten Fall über Jahre. Man lebt dann an der Realität vorbei.

Phase 2 ist die Zeit des Zorns. Man ist irre wütend. Man fragt sich: Wer hat mir das eingebrockt? Wer ist daran schuld, dass es passiert ist? Wen kann ich verantwortlich machen? Dieser Zustand dauert wieder eine gewisse Zeit an. Dann geht es in die nächste Phase.

In Phase 3 kommt die rationale Erkenntnis: Ja, ich muss die neue Realität akzeptieren. Es ist wirklich wahr. Man muss Sachen auseinander sortieren, vielleicht muss man eine neue Bleibe finden, es gibt viel zu regeln.

Dann folgt in Phase 4 die emotionale Einsicht. Das ist der Tiefpunkt. Es schmerzt und macht traurig. Hier fließen die Tränen. Je größer der Schmerz und die Ohnmacht und je geringer der Zugang zu den eigenen Selbstheilungs-Kräften, desto länger verweilt man in dieser Phase.

An dieser Stelle hilft erst einmal eins: Es zu akzeptieren, so wie es ist.

Anzuerkennen: Das ist jetzt so. Aus der Akzeptanz der Situation heraus erwachsen über die Zeit hinweg Möglichkeiten.

An der Krise gewachsen

Wie kann es weitergehen? Wer kann mir helfen? Wie kann ich mir selbst helfen? In welchen Momenten geht es mir besser? Wie kriege ich mehr davon?

Dann erlebt man eines Tages den Moment, wo man plötzlich wieder lachen konnte. Man merkt: „Hey da habe ich gar nicht an meinen Kummer gedacht.“ Plötzlich spürt man wieder, wie die Sonne scheint.

Stück für Stück entdeckt man, dass es schöne Moment gibt, und das der Alltag wieder gut gelingt. Das hätte man vor einer Weile nicht für möglich gehalten hätten. 

Und dann merkt man: „Ich bin ein bisschen stärker als vorher.“ Und das ist – Persönlichkeitsentwicklung! Du bist an der Krise gewachsen. Das ist wunderbar!

Wenn du stecken bleibst

Leider klappt es nicht immer so, dass das Ent-Lieben so gut gelingt.

Im ungünstigen Falle bleibst du, wie eben beschrieben, gleich in Phase 1 stecken. Du steckst fest in der fixen Idee, dass dein Leben nur wieder gut ist, wenn die Liebe des anderen zurückkehrt. Denn: Du brauchst den anderen unbedingt als Spiegel dafür, dass du liebenswert bist.

So funktioniert die Welt aber nicht. Und so funktioniert auch das Gesetz der Anziehung nicht.

Es ist genug Liebe da – für dich und für alle Menschen. Und du bekommst auch reichlich Liebe zurück, wenn du Liebe gibst. Aber du kannst es nicht erzwingen, dass dich ein bestimmter Mensch zurückliebt.

Deshalb wäre es fatal, wenn all dein Fokus, all dein Streben sich auf den Menschen richtet, der dich nicht lieben will. Denn du verpasst in dieser Zeit jede Menge Liebe – von der Familie, von Freunden oder neuen Menschen, die durch deine Fixierung keine Chance haben, in dein Leben zu kommen. Und vor allem verpasst du dich selbst.

Du gibst dir selbst keine Chance auf Glück, sondern gibst die Macht fürs Glück nach außen ab – ausgerechnet an den Menschen, der diese Macht nicht haben will. Bitte mach dir das mal klar.

Hier ist dazu ein Beispiel:

Mal angenommen, du möchtest gerne ein paar saftige rote Äpfel kaufen. Und du gehst los, um dir diese Äpfel zu besorgen.

Nun kommst du zu einem Marktstand und sagst: „Ich hätte gerne 5 saftige rote Äpfel.“

Doch der Verkäufer erwidert: „Tut mir leid, saftige rote Äpfel habe ich nicht mehr im Sortiment. Die hatte ich mal, aber die will ich nicht mehr. Und die kommen auch nicht mehr rein.“

Würdest du dort stehen bleiben und darauf beharren, genau dort das Obst deiner Wahl zu bekommen? Oder würdest du woanders danach suchen?

Vielleicht bleibst du aber auch in einer der emotionalen Phasen stecken. Im Zorn, oder im Schmerz.

Möglicherweise kommst du aus einer Familie, in der es nicht üblich war, sich aus einer Krise gestärkt in die neue Welt zu begeben. Sondern wo Trauer, Schmerz und Zorn über die Ungerechtigkeiten des Lebens im Vordergrund standen. Dann kann es sein, dass du genau das wiederholst. 

Und so hält man fest an Gefühlen von Wut und Empörung, erlebter Ungerechtigkeit, tiefer Empörung, Verzweiflung und tiefer Traurigkeit.

Hier kommt etwas ganz Wichtiges:

Lass dich nicht von der Negativität beherrschen!

Es ist leicht, an negativen Gefühlen festzuhalten. Negative Gefühle können eine ungeheure Macht über dich entwickeln, wenn du es ihnen erlaubst, sich auf Dauer bei dir einzunisten.

Was passiert dann mit dir? Du schwingst in dieser negativen Energie. Und das beeinflusst dein gesamtes Denken, Fühlen und Handeln. Gedanken von Missgunst entstehen.

Rosenkriege

Wenn ich schon nicht glücklich sein kann - soll es der andere auch nicht sein.

So entstehen Rosenkriege.

Oder fühlst dich wertlos. Du läufst ab jetzt mit gesenktem Kopf durchs Leben.

Bitte mache dir immer wieder bewusst: Bei einer Trennung geht es immer darum, loszulassen. Die gemeinsame Welt, das gemeinsame Leben, gemeinsame Pläne – und vor allem: die damit verbundenen negativen Gefühle. Sie dürfen kein Dauerzustand werden, indem man sich über Jahre das Leben schwer macht.

Du darfst jetzt anfangen, dich selber neu zu programmieren und neu anfangen – mit dir selbst.

Zwischen dem Moment des Verlusts und deiner Reaktion auf diesen Verlust liegt ein ganzes Universum. Ein Universum, das dir die Freiheit schenken kann.

Entscheide dich neu

Tatsächlich kannst du dich neu entscheiden:

Du kannst dich dafür entscheiden, die Macht über dein Lebensglück nicht länger an die Außenwelt abzugeben.

Und dazu gehören zwei Sachen:

  1. Lass den Gedanken los, deinen Partner oder die Partnerin zurück gewinnen zu wollen. Die Aktion des Rückgewinns ist so, als würdest du immer wieder zu besagtem Obststand gehen und mit allen Mitteln versuchen, den Händler dazu zu bringen, sein Sortiment auf saftige rote Äpfel auszurichten. Selbst wenn dies die leckersten und schönsten Äpfel auf der Welt sind – hat er sich entschieden, diese nicht im Sortiment zu haben, dann kannst du es nicht ändern.
  2. Verharre nicht im Zorn darüber, dass dir von deinem Partner vielleicht übel mitgespielt wurde.

Fang heute an, deinem Leben deinen eigenen Stempel aufzudrücken.

Züchte ab heute deine saftigen roten Lieblings-Äpfel im eigenen Garten. Oder auf dem Balkon. Das ist es, was Menschen am Ende ihres Lebens am meisten bereuen: Wenn sie nicht mutig genug waren, für sich selbst und für ihr Glück einzustehen.

Durch die Energie von Hass und Rache verpasst du die Kraftspender in deinem Leben: Die wunderbare, vertrauensvolle Liebe deiner Kinder zum Beispiel.

Wie gesagt: Wenn du all deinen Fokus auf den Menschen richtest, der dich nicht lieben will, verpasst du jede Menge Liebe. Es ist genug Liebe für dich da. wenn du nur bereit bist, diese anzunehmen. Und vor allem gibts noch was ganz Tolles gratis dazu: Die Liebe von dir für dich. Das Apfelbäumchen im eigenen Garten, das du selbst zum Wachsen und Gedeihen bringen kannst.

Dein Leben will jetzt stattfinden, in der Gegenwart, mit dem Blick nach vorne. Nur so kannst du wachsen und aufblühen.

Und das einzige was hilft, in deinen natürlichen Zustand von Liebe und Frieden zurückzufinden:

Lass los. Lass es gehen. Lass ihn gehen. Oder sie. Das ganze Leben ist im Grunde wie eine Art Vorbereitung aufs große Loslassen am Ende.

Und genau deshalb sträuben sich so viele Menschen gegen das Loslassen. Für viele klingt Loslassen wie der ultimative Kontrollverlust. Es klingt nach Anstrengungsvermeidung und Aufgeben.

So haben wir es auch gelernt: Bleib dran! Zieh es durch. Halte die Bälle in der Luft. Reiß dich zusammen. Bitte erkenne den Unterschied zwischen dem, was bei dir bleiben will und dem, was gehen will.

Loslassen macht Angst

Und wenn eine Beziehung zu Ende ist, dann lasse sie gehen.

Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die gelernt haben: Man MUSS sich doch anstrengen. Eine Beziehung ist Kampf und harte Arbeit. Das ist eine Konditionierung, eine Lernerfahrung aus dem Elternhaus, die du in dir abgespeichert hast.

Ja, natürlich kann eine Beziehung auch mal anstrengend und mühsam sein. Aber das soll nicht der Kernzustand sein. Und erst recht nicht der Zustand, in dem du nach dem Ende verweilen willst.

Ich weiß: Loslassen macht Angst. Je mehr du festhältst, desto größer die Angst. Angst vor dem Alleinsein. Angst vor der Einsamkeit. Angst, alleine Entscheidungen treffen zu müssen. Angst vor dem, was kommt.

Du glaubst, dein Glück liegt in der Zweisamkeit. Dann geht die Angst weg.

Vielleicht funktioniert das für den Moment – aber nur, um dann heftiger zurückzukommen.

Es gibt nur einen Weg:

Lerne ab heute, dir selbst zu vertrauen.

Denn dann bist du nicht länger davon abhängig, dass dir jemand anderes wohl gesonnen ist. Sei du dir selbst wohlgesonnen.

Dazu musst du etwas Entscheidendes loslassen: Die Idee, dass die wichtigste Liebe von außen kommt.

Dass du dich im Glanz der Liebe eines anderen spiegeln musst, um dich gut und wertvoll zu fühlen.

Dass du andere für dich gewinnen musst, um liebenswert zu sein.

Dass Treue bedeutet, jemand anderes muss dir treu sein.

Du bist gut und wertvoll. Egal was man dir früher erzählt hat. Und egal was die kritische Stimme in dir drin dir heute erzählt.

Sie sagt bestimmt Sätze wie: „Aber - wenn ich gut, wertvoll und liebenswert wäre, hätte mein Partner mich dann verlassen?“

Er (oder sie) hat nicht DICH in all deinen wunderbaren Facetten verlassen. Er hat den Menschen verlassen, den er in dir gesehen hat. Und das ist zweierlei.

Lass ihn gehen und kümmere dich ab heute gut um dich und deine Lieben.

Sei dir selbst treu.

Schreibe dir mal folgenden Fragen auf:

  • Wer bin ich ohne meinen Liebeskummer?
  • Wer bin ich, ohne den Schmerz?
  • Wie bin ich eigentlich?

Und dann mache dich auf den Weg zu dir selbst. Schritt für Schritt. Das, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, wird wachsen!

Die Geschichte der beiden Wölfe

Dazu habe ich eine kleine Geschichte - einige mögen sie vielleicht kennen - es schadet aber nichts, sie noch mal zu hören:

Eines Abends erzählte ein alter Cherokee-Indianer seinem Enkelsohn am Lagerfeuer von einem Kampf, der in jedem Menschen tobt. 

Er sagte: „Mein Sohn, der Kampf wird von zwei Wölfen ausgefochten, die in jedem von uns wohnen.

Einer ist schwarz und böse. Er ist der Zorn, der Neid, die Eifersucht, die Sorgen, der Schmerz, die Gier, die Arroganz, das Selbstmitleid, die Schuld, die Vorurteile, die Minderwertigkeitsgefühle, die Lügen, der falsche Stolz und das Ego.

Der andere ist weiß und gut. Er ist die Freude, der Friede, die Liebe, die Hoffnung, die Heiterkeit, die Demut, die Güte, das Wohlwollen, die Zuneigung, die Großzügigkeit, die Aufrichtigkeit, das Mitgefühl und der Glaube.“

Der Enkel dachte einige Zeit über die Worte seines Großvaters nach, und fragte dann: „Welcher der beiden Wölfe gewinnt?“

Der alte Cherokee antwortete: „Der, den du fütterst.“

Vielleicht magst du dieses Wochenende darauf achten, den weißen Wolf zu füttern.

Herzliche Grüße,
Deine Ursula

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