Episode #55: Eine wichtige Übung, um innere Blockaden lösen – für mehr Lebensfreude an jedem Tag

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Du kannst die Episode hier auch in Textform lesen.

Was sind eigentlich „innere Blockaden“?

Wo kommen sie her?

Und vor allem: Wie können wir sie wieder auflösen?

Du erfährst in dieser Episode:

  • Warum wir Menschen so oft in unseren Gewohnheiten und Verhaltensmustern feststecken.
  • Wieso uns das meistens gar nicht so bewusst ist.
  • Weshalb das Denken Chef:innen-Sache ist.
  • Wie du zum Chef, zur Chefin deiner Gedanken wirst.
  • Wie du Gewohnheiten loslassen kannst, die dir nicht gut tun. 
  • Und was du stattdessen tun kannst, um dir mehr Energie und Lebensfreude zu verschaffen.

Am Ende dieser Episode hast du eine wirklich tolle Übung für mehr innere Freiheit, mehr Gelassenheit und mehr Selbstvertrauen, die sich auch super für Menschen eignet, die gerne strategisch und rational vorgehen.


Was sind eigentlich „innere Blockaden“?

Innere Blockaden zeichnen sich dadurch aus, dass sie uns in unserer Selbstwirksamkeit stoppen und dadurch unsere positive Entwicklung hemmen:

  • Ich kann das nicht,
  • Ich darf das nicht,
  • Ich konnte das noch nie.


Sie blockieren unseren positiven Energiefluss und halten uns in alten Mustern fest.

Wir kommen in dem Bereich, wo das „ich kann nicht“ wirkt, nicht dazu, uns nach vorne zu bewegen und unser Erfahrungsrepertoire positiv zu erweitern.

Wir stecken fest – in Mustern und Gewohnheiten, die uns sehr vertraut sind, aber wenig Freude machen und eben verhindern, dass wir erleben, wir können es DOCH.

Je nachdem, in welchem Lebensbereich die Blockade wirkt, kann das schon sehr belastend sein.

Wenn du beispielsweise davon überzeugt bist:


„Ich kann nicht NEIN sagen“, dann führt das dazu, 

  • dass andere deine persönlichen Grenzen überschreiten können, 
  • dass du Dinge tust, die du gar nicht wirklich machen willst, 
  • dass du viel Zeit damit verbringst, es anderen recht zu machen.


Wenn deine Blockade ist:

„Ich darf keine Fehler machen“, dann erzeugt das einen ungeheuren inneren Stress:

  • Der innere Perfektionsdruck ist hoch, um am Ende bloß keinen Fehler zu produzieren.
  • Man ist ständig am Bewerten: Gut - Schlecht. Richtig - Falsch.
  • Es gibt ein übermäßig hohes Maß an Selbstkritik, die nicht nachlassen will, wenn du doch einen Fehler gemacht hast.
  • Die Gefühle bewegen sich bei Fehlern häufig im Bereich von Scham und Schuld.


Wenn deine Blockade ist:

„Ich kann nicht (gut) vor wichtigen Menschen sprechen“, dann kann das zum Problem werden, wenn du regelmäßig vor Vorgesetzten, wichtigen Kund:innen oder großem Publikum präsentieren musst:

  • Du bist schon im Vorfeld nervös.
  • Du neigst dazu, immer schneller zu werden.
  • Du kommst nicht so recht auf Augenhöhe in eine Verbindung mit den Zuhörenden, sondern bist mit dir und deiner inneren Anstrengung beschäftigt.
  • Und am Ende bist du einfach nur froh, dass du es hinter dir hast - und gleichzeitig enttäuscht, weil es dir nicht gelungen ist, deine volle Kompetenz darzustellen.


Es gibt noch viele weitere Blockaden in den unterschiedlichsten Bereichen:

„Ich kann keine Sprachen lernen.“

„Ich kann nicht tanzen.“

„Ich darf keine Pausen machen.“

Und sogar:

„Ich kann niemandem vertrauen.“

Oder: „Ich darf das Leben nicht genießen.“

Wenn es so allumfassende Blockaden wie die letzten beiden sind, dann ist das Leben extrem anstrengend, es gibt wenig Freude, viel Angst, wenig Dürfen und ganz viel Müssen. 

Das erlebe ich immer wieder bei Klient:innen in meiner psychologischen Praxis. Zum Glück kann man das auch wieder loswerden, denn wir Menschen sind so nicht gedacht!

Dazu später mehr.


Wusstest du, dass innere Blockaden eine sehr trickreiche Eigenschaft haben?

Sie tarnen sich gerne als äußere Umstände.

Was heißt das?

Nehmen wir das Beispiel: „Ich darf keine Pausen machen.“

Oft ist es so, dass einem die Blockade als solche gar nicht bewusst ist.

Sie wird gar nicht als innere Blockade wahrgenommen.

Es ist einfach so, dass der äußere Alltag keine Pausen zulässt.

Ständig will jemand was von einem – und wenn grad keiner was will, fallen einem 1000 Sachen ein, die auch noch erledigt werden müssen.

Man kann gar nichts dafür, so ist das Leben einfach.

Und wer die Blockade hat: „Ich darf das Leben nicht genießen“, wird sich dieser tiefen inneren Überzeugung oft auch erst bei genauem Hingucken in der psychologischen Beratung bewusst.

Im Alltag zeigt sich das Phänomen so, dass das Unterbewusste hauptsächlich Situationen kreiert, die von Herausforderungen geprägt sind.

Das Leben zeigt sich von seiner anstrengenden Seite, es gibt wenig bewusst erlebten Genuss. 

Die Wahrnehmung richtet sich vor allem auf Machen, Schaffen, Zähne zusammenbeißen. Es passiert viel Schlimmes um einen herum. Das ist einem mehr als bewusst. 

Die ruhigen, beschaulichen und schönen Momente des Lebens gehen dagegen ohne bewusste Aufmerksamkeit vorbei. Gedanklich ist man in diesen Zeiten schon wieder bei der nächsten Aufgabe. Oder führt während eines schönen Abendessens Gespräche über all das, was einen auf die Palme bringt.

Es gibt keine oder zu wenige bewussten Momente des Innehaltens, Genießens und der Dankbarkeit.

Blockaden wirken also sehr oft im Unbewussten.

Und dann hat man keine Wahl.

Man spult seine Gewohnheit ab, ohne diese in Frage zu stellen.

Das Leben ist einfach so.

Man selbst ist einfach so. Denn so kennt man sich.

Punkt.


Unbewusste Gewohnheiten sind sehr, sehr kraftvoll.

Übrigens - es ist ganz normal, dass wir bis zu 95 Prozent unseres Tages im inneren Autopilot, also der Gewohnheit, unterwegs sind und gewohnheitsmäßig denken und handeln.

Wir managen unseren Alltag größtenteils aus unseren langjährig erworbenen Routinen heraus.

Das entlastet das Gehirn und sorgt dafür, dass wir nicht ständig extensive Entscheidungen treffen müssen (erst Zähneputzen, dann Haarbürsten? Rechts oder links rum zur Arbeit fahren?)

Nur ca. 5 % unserer Zeit verbringt der Mensch damit, Dinge ins Bewusstsein zu holen.

Beispielsweise wenn wir auf dem Weg zur Arbeit im Stau stehen und überlegen müssen, welche Ausweichstrecke wohl die beste ist.

Auch wenn wir uns etwas wünschen, ein Ziel entwickeln und darauf hinplanen, sind wir im bewussten Modus.


Der allerwichtigste Schritt:

Hole deine Blockaden ins Bewusstsein!

Damit ist schon ganz, ganz viel gewonnen.

Denn damit unterbrichst du den automatischen Ablauf.

Es ist der erste Schritt, um dich von Denkgewohnheiten zu lösen, die heute nicht mehr zu dir passen.

Du kannst über dein Bewusstsein Verhaltensmuster in Frage stellen.

Und je mehr du dieses Bewusstsein pflegst, desto mehr Selbstwirksamkeit bekommst du.

Denn: Du lässt dich nicht länger denken von deinen Gewohnheiten, sondern du machst dich zur Chefin, zum Chef deiner Gedanken.

Das ist sehr wichtig.

Du musst dir nicht alles glauben, was du denkst. 

Du darfst es in Frage stellen. 


Du, dein bewusstes Selbst ist die oberste Instanz.

Denn ansonsten kann dein Unterbewusstes deine bewussten Wünsche und Ziele ständig boykottieren.

Du möchtest mehr innere Ruhe?

Das geht nur, wenn dein Unbewusstes nicht dagegen spricht, so nach dem Motto: „Wer rastet, der rostet.“

Du möchtest auch mal NEIN sagen?

Dann darf da keine innere Blockade sein, die dir sagt: „Ich darf das aber gar nicht. Es gehört sich nicht.“

Du möchtest mehr Geld verdienen?

Dann ist auch hier wichtig, dass dein Unbewusstes nicht dagegen arbeitet und Signale schickt wie: „Das steht mir nicht zu.“


Woher kommen eigentlich die unbewussten Signale und automatischen Abläufe, die unseren Alltag prägen?

Du weißt es sicher, Gewohnheiten sind innere Programme, die wir uns im Laufe unseres Lebens angeeignet haben.

Besonders stark wirken die unbewussten Programme, auf die wir gar keinen kognitiven Zugriff haben.

Wir haben sie uns in einer Zeit angeeignet, in der wir extrem programmierbar waren.

Bis zum 7. Lebensjahr sind bei Kindern die sogenannten Delta bzw. Theta Gehirnwellen dominant. 

Der Theta-Zustand tritt bei uns Menschen auf, wenn wir Tagträumen, meditieren oder kurz vor dem Einschlafen sind. 

Der Delta-Zustand entspricht unserer Tiefschlafphase.

Kleine Kinder sind oft in diesem Zustand. 

Das ermöglicht ihnen, in kurzer Zeit ungeheuer viel zu lernen.

Alle Informationen werden auf der “Festplatte” abgespeichert.

So entstehen sehr stabile Programme.

Als Eltern ist man sich dessen oft gar nicht bewusst.

Kleine Kinder, bis zum Alter von ca. 7 Jahren nehmen wirklich alles auf, und zwar ungefiltert.

Sie haben extrem sensible Antennen.

Vieles wandert aus der Wahrnehmung direkt ins Unterbewusstsein.

So können auch Ängste entstehen, die wir uns später vom Verstand her gar nicht mehr erklären können, die aber trotzdem unser Verhalten steuern und bestimmte Weiterentwicklungen blockieren.

Zum Beispiel: Du hast das Bedürfnis, es anderen Menschen recht zu machen, du willst nicht anecken. 

Soweit, so gut. Es ist ja schön, wenn wir uns um harmonische Verbindungen zu unseren Mitmenschen bemühen. 

Es kann aber auch des Guten zu viel werden: 

Wenn du dich nämlich anstrengst, ALLEN zu gefallen und dabei dein eigenes Wohlergehen vergisst.

Wenn du dich verpflichtet fühlst, dich auch einzusetzen für die Menschen, die nicht gut für dich sind - die vielleicht sogar böse zu dir sind.

Und gerade für die!

Ganz rational gesehen, gibt es ja gar keinen Grund, dich mit Menschen zu umgeben, die nichts Gutes im Schilde führen, dich ausnutzen oder gar ausbeuten, die lieblos und gemein zu dir sind.

Wir kennen das auch unter dem Begriff „toxische Beziehungen“.

Trotz dass es vom Verstand her klar ist, handelt man oft anders, lässt sich  lieblos behandeln oder gar demütigen. Wieder und wieder.

Woran liegt das?

Ursache ist auch hier wahrscheinlich eine kindliche Programmierung.

Vielleicht gab es in der Familie eine böse Tante oder andere Angehörige, die nur Gift und Galle versprüht hat. Doch statt ihr die Grenzen aufzuzeigen, hat sich deine Mutter immer wieder beleidigen lassen, ihre Gastfreundschaft ausnutzen lassen und am Ende hilflos mit den Schultern gezuckt und gesagt: „Was soll ich denn machen? Man kann sie ja nicht vor der Tür stehen lassen. Das gehört sich nicht.“

Ob bewusst oder unbewusst: Du hast dieses Verhalten abgespeichert.

Oder du hast erlebt, wie sich ein Elternteil verhalten konnte wie die Axt im Walde, während das andere Elternteil versuchte, das durch extreme Anpassung zu kompensieren.

Oder du hast erlebt, dass du die Aufmerksamkeit deiner wichtigsten Bezugspersonen nur erlangen konntest, wenn du dich extrem angestrengt hast.

Oder du hast sehr früh ein Gefühl von Wertlosigkeit erlebt.

Das sind alles nur Beispiele.

Die Ursachen können ganz, ganz vielfältig sein. So individuell wie deine Lebensgeschichte sind auch die Programme, die du dir angeeignet hast.

Und jetzt kommt das Wichtige: Es muss nicht so bleiben.

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, die alten Programme durch neue, liebevollere zu überschreiben.

Ich will dir einen Weg vorstellen, der sich gerade für sogenannte rationale Menschen, die viel mit Denken und Analysieren, Planen und Ziele setzen beschäftigt sind, eignet.

Es gibt auch noch andere Optionen wie Selbsthypnose und spezielles Mentaltraining, aber auf diese Methoden will ich heute nicht eingehen.

Ganz wichtig: Bei all dem, was ich dir erzähle, geht es nicht darum, dich selbst zu optimieren, um NOCH mehr zu schaffen, noch besser, effektiver, oder nach außen hin attraktiver zu werden. Auch wenn es tatsächlich dazu führen kann, dass du am Ende besser da stehst als vorher.

Das Ziel ist aber ein anderes:

Es geht darum, dich auf eine positive, liebevolle und erfüllende Weise mit dir selbst und deinem Wesenskern zu verbinden.

Diese Form der Selbst-Entwicklung, die ich dir beschreibe, darf dein Herz wachsen lassen, sie soll nicht das sogenannte Ego weiter aufblähen.

Und sie darf dir mehr Verbundenheit mit dir selbst, mit anderen und dem großen Ganzen zu ermöglichen.

Raus aus der Selbstkasteiung, rein in liebevolle Einfachheit und mehr Leichtigkeit, das ist das Motto.

Sobald du merkst, dass die Angelegenheit Stress erzeugt oder dich unter Erfolgsdruck setzt, dann gehe noch mal einen Schritt zurück.

Schau immer wieder genau hin: Welches Programm wirkt da? Was erzeugt den Druck? Die Bewertung? Warum willst du immer „besser“ werden?

Und falls deine Psyche gerade angeschlagen ist, aus welchem Grund auch immer, dann gilt das in besonderem Maße.

Da kann es schon mal sein, dass du auf deinem Weg professionelle Unterstützung brauchst, weil die Kraft gerade fehlt, auf liebevolle Weise in deine eigene Haut hinein zu wachsen.

Also ganz wichtig: Bitte keinen Druck aufbauen!

Und jetzt geht es los. Bist du bereit?

Dann höre in die aktuelle Episode.

Die Übung startet bei Minute 20:08.

Ich wünsche dir alles Liebe,

deine Ursula

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