Episode #7: Kleine Auszeit – Drei einfache Tipps für bessere Pausen

Du erfährst in dieser Episode: 

  • Was eine echte Pause von der unechten Pause unterscheidet.
  • Warum verschiedene Menschen unterschiedliche Pausenbedürfnisse haben.
  • Wieso KEINE Pause niemals eine gute Idee ist.

Am Ende hast du 3 Tipps für blitzschnelle echte Wohlfühl-Pausen.

PAUSE.

Was heißt das für dich?

Was ist eigentlich eine Pause?

„Ich bin mal in der Pause!“

„Ich mach’ Mittagspause.“

„Ich brauch’ jetzt ne Pause.“

Eine Pause definiert sich darüber, dass sie ein Ausgleich zum sonstigen Tun ist. Es geht ums Innehalten vom Alltagsgeschäft.

Und: Pause soll eine Entlastung sein.

Es gibt dabei echte und unechte Pausen.

Die echte Pause bringt dich zur Ruhe – die unechte Pause ist mehr von derselben Alltagsturbulenz.

Wie lang ist eigentlich die ideale Pause? Sollte man sich dabei lieber bewegen oder innehalten?

Wir Menschen sind ganz unterschiedlich, was unsere Energietypen angeht. Und das bedeutet: Die ideale Pause hängt von deinem Energietyp ab.

  • Hast du eher eine konstante innere Energie, wie so ein inneres Brennöfchen?
  • Bist du gerne in Bewegung?
  • Erholst du dich am besten im Aktivurlaub?
  • Dann gehörst du zu den Menschen, die nach Aktivität verlangen.

Achtung – das heißt nicht, dass du keine Pausen benötigst. Im Gegenteil: Aufgrund deiner Fülle an Energie tust du vielleicht öfter mal zu viel des Guten.

Es kann passieren, dass du diese Energie für Dinge einsetzt, die nicht wirklich notwendig oder gefragt sind.

Du brauchst deine Pausen, um dich quasi zu resetten.

Pausen sind für dich wichtig, um deine Energie nicht auf Nebenschauplätzen zu verschwenden, sondern aus der Ruhe heraus genau hinzugucken und bewusst zu entscheiden:

Welchem Impuls willst du folgen? Welcher Aufforderung willst du nicht folgen?

Pausen helfen dir, nicht vorschnell „Ja“ zu sagen. Denn: Sonst kann es dir passieren, dass du Dinge tust, zu denen du in Wirklichkeit gar keine Lust hast und die dich auch nicht weiterbringen.

Aber vermutlich magst du lieber die kürzeren Pausen. Und ein kompletter Sonntag auf der Couch ist nicht nach deinem Geschmack.

Vielleicht bist du auch der Energietyp, der immer wieder ausgiebig rasten muss.

Wenn du in dich hineinhorchst:

  • Liegst du gerne mal bis mittags im Bett – wenn man dich lässt?
  • Kannst du dich am besten erholen, wenn du eine ausgiebige Pause machst?

Die Energiereserven dieses Typs sind begrenzt –du hast dann keine Umsetzungskraft, die dir kontinuierlich zur Verfügung steht, wie dem ersten Typ.

Du bist nicht dafür gemacht, ständig beschäftigt zu sein. Deine Fähigkeiten können sich nur dann voll entfalten, wenn du viel Zeit der Ruhe und vor allem: lange Ruhephasen hast.

Ständig beschäftigt zu sein brennt dich aus.

Eins ist gewiss und gilt für alle Energietypen: Du solltest deine Pause als Erholung, nicht als Anstrengung empfinden. Mental und körperlich zur Ruhe kommen.

Denk noch mal daran, dass eine echte Pause ein Ausgleich vom sonstigen Tun ist!

Eine Mittagspause mit Kollegen im Arbeitsgespräch erzeugt dieselbe innere Anstrengung, als wenn ihr gerade im Meeting sitzen würdet. 

Ähnlich ist es, wenn du in der Pause die Geschäftspost liest.

Wie gesagt: Deine Pause bietet dir dann Erholung, wenn sie eine Veränderung zu dem ist, was man bei der Arbeit tut. Wenn du bei der Arbeit viel sitzt, bedeutet das für die Pause: Stehe auf und bewege dich.

Stehen und laufen bei der Arbeit bedeutet: Setz dich in der Pause bewusst hin.

Achte auch genau darauf, mit welchen Eindrücken du dein Gehirn in der Pause füttern möchtest. Lass das Handy also lieber mal weg. Gönne deinem Gehirn Ruhe.

Die Pause ist ein Teil deiner gesundheitlichen Selbstfürsorge

Entspannungs- und Zufriedenheitshormone werden ausgeschüttet. Stress bedeutet: Du bist in erhöhter Wachsamkeit, um Gefahren abzuwehren. Die Pause ist das Gegenteil davon. Sie soll dir das Gefühl geben: Du bist in Sicherheit.

Im Podcast-Audio machen wir gemeinsam zwei Übungen für eine schnelle Pause, die fast überall funktioniert.

  • Die erste Übung ist die sogenannte „Trinkpause“.
  • Die zweite Übung ist die „Atempause“. 

Beide Übungen entspannen dich sehr schnell. Höre dir also unbedingt die Episode an. 

Ich empfehle dir außerdem diese kleine, wunderschöne Übung:

Gestalte eine Mahlzeit am Wochenende als echte Pause– ohne Arbeitsgespräche. Ohne Handy. Ohne Fernseher. Mit dem/der Partner:in, mit der Familie oder auch alleine.

Das Ziel dieser Übung: Du nutzt etwas, was du sowieso schon täglich tust –Essen und Trinken –als Ruheanker. Gleichzeitig gönnst du deiner Gesundheit einen echten Mehrwert: du spürst besser, wenn du satt bist und vermeidest.

Suche dir eine Mahlzeit aus: Frühstück, Mittagessen, Abendbrot oder Snack.

Zünde zunächst eine Kerze auf dem Tisch an, als Signal dafür, dass diese Mahlzeit deine echte Pause ist.

Gestalte den Essplatz, so dass du dich wohl fühlst: Sorge für einen aufgeräumten Tisch. Nutze ein schönes Geschirr und/oder Tischset. Lege eine Serviette neben den Teller.

Wähle bewusst aus, was du bei dieser Mahlzeit zu dir nehmen möchtest. Nimm wahr, welche Nahrungsmittel dich "ansprechen" und warum.

Setze dich an den Tisch und beginne noch nicht mit dem Essen. Betrachte die Speisen auf deinem Teller. Wie sieht das Essen aus? Wie riecht es? Nimm bewusst wahr, was da vor dir liegt.

Was sorgt dafür, dass dir das Wasser im Mund zusammen läuft? Vielleicht erzeugen gewisse Speisen auf deinem Teller einen Widerwillen. Dann nimm auch das wahr. Beginne dann mit dem ersten Bissen. Richte deine Wahrnehmung darauf, wie das Essen schmeckt und sich im Mund anfühlt.

Kaue ganz bewusst jeden Bissen. Welche Genussmomente erzeugt diese Mahlzeit?

Lege das Besteck immer wieder ab. Mach eine kurze Pause. Lass dir Zeit mit der Mahlzeit, bestimme immer mal wieder den Grad deiner Sättigung. Beende das Essen, wenn du dich angenehm gesättigt fühlst.

Halte noch einen Moment inne und spüre, wie diese Mahlzeit dir und deinem Körper Frische und Energie spendet.

Alles Liebe und viel Freude,
deine Ursula

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